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Saal-Digital-Fotobuch: Ein Erfahrungsbericht

Allgemein / Off / 7. Dezember 2016

 

Während meines diesjährigen Photokina-Besuchs habe ich die große Vielfalt der Fotobücher bewundert, die man so für Geld kaufen bzw. sich fertigen lassen kann.

Mit dem Anbieter, von dem ich schon seit einigen Jahren meine Hochzeits-Alben beziehe, war ich zwar immer sehr zufrieden, – aber warum sollte man sein Angebot nicht mal erweitern, – oder vielleicht sogar ersetzen?

Ich fasste also den Entschluss, mir ein paar Hersteller heraus zu picken, die für mich und meine Brautpaare in Frage kommen könnten.

So kam es mir sehr gelegen, als Saal-Digital in einer großen Social-Media-Plattform das Angebot machte, eines Ihrer Bücher zu testen.

Hier also mein Saal-Digital Fotobuch-Test:

 

Gestaltungs-Software

 

Installation

Einfach direkt von der Homepage www.saal-digital.de die Software heruntergeladen und installiert. In meinem Fall war es die Version 4.0.84 der „Saal Design Software“.

 

Produktauswahl

Nach dem Start des Programmes bietet sich einem eine große Auswahl an Produkten wie Abzüge, Kalender, Karten und natürlich Fotobücher.

Ich wählte das Fotobuch XT mit extra dicken Seiten. Hier ist die Seitenzahl auf maximal 36 begrenzt. Das Format sollte quadratisch und, –  um das Ganze auf kleinem Packmaß zu halten, – 19x19cm mit  26 Seiten sein.

Als Cover-Ausführung war ein matter und wattierter Foto-Einband meine Wahl. Es erschließt sich aus der Software nicht, welches Fotopapier für die einzelnen Seiten eigentlich mit „matt“ und „glänzend“ gemeint ist. Auf dem Saal-Digital-Messestand sah ich jedenfalls, – und das gefiel mir persönlich am besten, – die Ausführung mit Silk-Papier. Erst durch die genauere Begutachtung des auf deren Messestand erhältlichen Musterfächers stellte sich heraus, dass mit „matt“ das Fuji-Premium-Silk-Papier gemeint ist. Dies sollte in der Design-Software unbedingt besser ersichtlich werden.

Und als Schmankerl obendrauf entschied ich mich zusätzlich für die Geschenkverpackung in weiß.

 

Oberfläche

Auf der linken Seite des Programmfensters kann man durch sein Dateisystem navigieren, um zum Bilderordner zu gelangen. Das Plazieren der Fotos klappt aber genauso gut durch einfaches Ziehen direkt aus dem Explorer.

In der Mitte befindet sich das Gestaltungsfenster, wo Fotos und Texte nach eigenem Geschmack plaziert werden.

Rechts werden unterschiedliche Seiten-Layouts aus verschiedenen Kategorien angeboten. Das gewählte Layout wird einfach in das Gestaltungsfenster gezogen. Die Anordnung sowie Größe der Platzhalter ist jederzeit änderbar und als neues Preset abzuspeichern.

Zur Arbeitserleichterung stehen eine Zoom-Funktion und  ein- und ausblendbares Raster zur Verfügung.

Sollte die zuvor ausgewählte Seitenanzahl nicht ausreichen oder man möchte gerne doch ein bisschen weniger, lässt sich dies ohne Probleme direkt während der Gestaltung ändern. Ebenso ist es möglich, die Position einzelner Seiten zu verschieben.

Das Projekt ist zu jedem Zeitpunkt an einem frei wählbaren Ort abzuspeichern und später wieder aufrufbar.

Ich würde sagen: Rundum gelungen. Ich hatte jedenfalls keinerlei Probleme mit der Software. Aber mal ganz ehrlich, – irgendwie gleichen sie sich ja alle und haben ähnliche Funktionsumfänge sowie Bedienkonzepte. Wer eines kennt, kommt auch hiermit ohne Weiteres klar.

 

Das Paket ist da

 

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Lieferung mit DHL in einer stabilen Kartonage. Das Innenleben selbst war in Seidenpapier eingeschlagen und zusätzlich noch mit einer Polsterfolie umwickelt. Schon mal klasse!

 

Erste Sichtung

Nach dem Auspacken machte das Ganze ein guten Eindruck. Der Klappdeckel der imposanten (33x33cm) Geschenkbox mit Magnetverschluß ließ sich geschmeidig öffnen. Zu Tage trat das Fotobuch, – eingebettet in schwarzen Schaumstoff. Sieht schon mal sehr wertig aus.

 

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Der Einband

 

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Ich habe allerdings das Gefühl, dass die matte und wattierte Oberfläche etwas empfindlich für Druckstellen ist und sorgsam behandelt werden will. Ich möchte dies aber nicht unbedingt forcieren. Ist wie gesagt nur ein Gefühl und die Zeit der Benutzung wird es zeigen.

 

Innenseiten

Ich war ja bisher kein großer Freund dieser Art der Buchbindung, im Allgemeinen Lay-Flat genannt. Die klassische Bindung war immer mein Favorit. Aber wie sagt man so schön: Zeit für Neues.

 

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Die Seiten bestehen aus belichtetem Fuji-Fotopapier mit sogenannter Silk-Struktur. Es sind jeweils zwei Fotopapiere mit einer festen Pappschicht dazwischen zusammengeklebt. Dadurch, dass die Seiten ganz flach auseinandergeklappt werden können und nur der schmale Falz in der Buchmitte zu sehen ist, sieht es auch toll aus, wenn Fotos seitenübergreifend plaziert sind. Im Gegensatz zur klassischen Bindung eröffnen sich hier mehr Möglichkeiten des Layouts.

Die Farben sehen natürlich aus, die Wiedergabe ist scharf und weist keine Überschärfung oder -Sättigung auf. Perfekt! Vermutlich wird das Silk-Papier mein Liebling.

Wenn man sich die Bindung von der Seite aus etwas genauer ansieht, schaut das Ganze doch schon hochwertig und langlebig aus. Ich denke, dass man sehr lange daran Freude haben kann.

Als ich mir die Bücher auf der Messe anschaute, hatte ich Bedenken, dass der Mittelfalz bei Gebrauch irgendwann einreissen könnte. Mir wurde von den dortigen Mitarbeitern aber glaubhaft versichert, dass dies auch bei intensiver sachgemäßer Benutzung nicht passieren kann.

 

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Beim nächsten Mal würde ich allerdings keine Bilder direkt auf den Umschlag-Innenseiten positionieren, denn hier wird das Fotopier direkt aufgeklebt, – ohne eine extra Pappschicht darunter. Die umgeschlagene und verklebte Einband ist hier durch das Fotopapier hindurch zu fühlen und natürlich auch zu sehen. Ich denke, dass eine einfache weiße Seite vorteilhafter wäre.

 

Fazit

 

Die Fotobuchausführung, die ich bestellt habe, – also mit extra dicken Seiten aus Echtfotopapier von Fuji mit Premium-Silk-Oberfläche und mattem und wattiertem Einband, – kann ich (fast) uneingeschränkt empfehlen. Dieses kleine „fast“ bezieht sich zum Einen auf die Innenseiten des Einbands, wo die Verklebung des Einband-Umschlags auffällt und zum Anderen auf die fehlende klare Aussage in der Designsoftware darüber, welches Fotopapier verwendet wird.

Zum verschenken, – aber auch zum Weiterverkauf, – empfehle ich die optional dazubuchbare Geschenkbox in weiß oder schwarz. Toll wäre noch die Möglichkeit, auf der Box eine Beschriftung, – als Druck oder Relief, – einbringen zu können. Vielleicht ein „i-Tüpfelchen“, das sich die Macher von Saal-Digital überlegen könnten.

Ich werde dieses Fotobuch auf alle Fälle in mein Sortiment aufnehmen und meinen künftigen Brautpaaren präsentieren.

 

Und weiter?

 

Einmal ist keinmal. Ich werde mir noch ein oder zwei andere Anbieter zu Gemüte führen und mal sehen was diese so für Qualitäten anbieten können. Ich möchte Euch, – also meinen Brautpaaren, – maximale Qualität zu bezahlbaren Preisen anbieten.

Falls Ihr Euch jedoch etwas ganz aussergewöhnliches und sehr besonderes als Hochzeits-Fotobuch vorstellt, – reden wir einfach darüber was machbar ist. Denn alles ist möglich!

Erst mal bis hierhin, – schöne Grüße und weiterhin viel Freude an Euren Hochzeits-Fotobüchern.

Euer Jens

 

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